Peregrina bei Klappe Auf!
Unseres Erachtens eignet sich Kunst – und hier besonders das Medium Film – sehr gut, Lebensrealitäten von Frauen, sichtbar zu machen, in denen Gewalt in verschiedenen Formen eine Rolle spielt, ob durch sexistische Rollenzuschreibungen, physisch wie psychische Gewalt, strukturelle oder militärische Gewalt und Repression. Oder wenn es darum geht, feministische Bewegungen und Kämpfe gegen (patriarchale) Gewalt sichtbar und auch affektiv spürbar zu machen.
Künstlerisch in unserer Praxis zu arbeiten, heißt auch, Gewaltverhältnisse nicht nur zu zeigen, sondern ihnen etwas entgegenzusetzen: sie zu verarbeiten, zu heilen, sich Gehör zu verschaffen, Utopien zu entwerfen und politische Reflexionsprozesse anzustoßen und gemeinsam widerständige Praxen zu entwickeln.
Gerade in der feministischen Bildungs- und Beratungsarbeit aber auch in unserem unmittelbaren Alltag – ist es wesentlich, solche Perspektiven zu öffnen und Räume zu schaffen, in denen Frauen sich organisieren, selbstermächtigt handeln und Solidarität erfahren können.
Als Peregrina verstehen wir uns als feministische / rassismuskritische und antirassistische Bildungs- und Beratungseinrichtung, als Frauenraum und Safe(r) Space.
Die beeindruckenden Filme zeigen auf poetische und kraftvolle Weise die Bedeutung von Solidarität zwischen Frauen auf – solidarisch sein als Form des Widerstands gegen Gewalt, sexistische Abwertung und Isolation. Diese Haltung prägt auch unsere Arbeit: Frauen stärken einander, nutzen Peregrina als Raum für sich, als sozialen Ort, sich zu treffen, ihre Rechte einzufordern, sich gegenseitig Kraft zu schenken oder sich zusammenzuschließen, etwa auch, wenn es darum geht, eine Gewaltbeziehung zu verlassen.
Gemeinsam wollen wir Teil der Kraft kollektiver Aktionen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sein im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt und jeden Tag!
Hier ein paar Eindrücke vom Filmabend:
Klappe Auf! – Filme für den Feminismus – News – W24

